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Insbesondere Hauptdarstellerin Wiebke Puls in der Rolle der Blanche DuBois überzeugte mit ihrem körperlich intensiven und ausdrucksreichen Spiel die Münchner Premierengäste und
erhielt zahlreiche "Bravo"-Rufe.
Nach dem Tod der Eltern und dem Verlust des großen Familien- Wohnsitzes besucht Blanche DuBois verzweifelt ihre kleine Schwester Stella. Die lebt gemeinsam mit ihrem polnisch-stämmigen
Mann und zahlreichen Freunden in einer kleinen Wohngemeinschaft - inmitten von Alkohol, Drogen und Gewalt. Blanche kann sich damit nicht anfreunden, zu stark ist sie von den konservativen
Wertvorstellungen ihrer aus dem Südstaaten-Geldadel stammenden Familie geprägt.
Als jedoch herauskommt, dass sie wegen einer Affäre mit einem Minderjährigen ihren Job als Lehrerin verloren hat, eskaliert die Situation. Auch die gutmütige Stella kann die
Vermittlerrolle zwischen ihrer arroganten Schwester und ihrem einfachen und oft groben Mann nicht mehr ausfüllen und lässt Blanche in eine Nervenheilanstalt einweisen. Es sind die
Probleme zwischen zwei Schwestern, aber auch der Konflikt zwischen dem absteigenden Geldadel und den aufstrebenden Migranten.
Regisseur Sebastian Nübling siedelt das 1947 vom Amerikaner Tennessee Williams verfasste und vielfach preisgekrönte Stück durch eine rasante, kraftvolle und stets musikunterlegte
Inszenierung in einer zeitlosen Moderne an. Mit Haartollen und Hotpaints tanzen die Darsteller zu Elektromusik oder liefern sich wilde Verfolgungsjagden. Die Bühne ist ein Wohnzimmer aus
Sperrholzplatten. Immer wieder halten die Darsteller inne und tapezieren eine der vielen Wände neu - so wie sie auch sich selbst immer wieder als etwas ausgeben, das sie nicht sind.
dpa
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