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"Das Theater ist ein idealer Ort, um Perspektiven nach Krisen durchzuspielen", sagte der designierte Chefdramaturg Hans-Peter Frings am Montag zur Programmvorstellung in Weimar. William
Shakespeares "Der Sturm", in dem die Elite Mailands auf eine Insel gespült wird, eröffnet am 4. September die Saison. Jean-Paul Sartres "Die schmutzigen Hände" und Bertolt Brechts
"Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui" sind weitere Vorhaben. Das Theater hat nach eigenen Angaben mit 155 000 Zuschauern 2009 eines der besten Ergebnisse in den vergangenen Jahren erreicht.
"Es gibt keine theaterexistenzbedrohenden Nachrichten zu verkünden", sagte Generalintendant Stephan Märki mit Blick auf die Querelen der vergangenen Jahre. "Unser Ziel ist eine
unverwechselbare Handschrift." Dazu gehöre, jungen Regisseuren in Schauspiel und Musiktheater die Chance zu geben, große Produktionen zu inszenieren. Susanne Gauchel beispielsweise
wird in Mozarts "Die Hochzeit des Figaro" Regie führen.
Das Musiktheater plant zudem als Neuinszenierung "Tristan und Isolde" von Richard Wagner mit Catherine Foster in der weiblichen Hauptrolle. Foster, die mehrere Jahre dem Weimarer Ensemble
angehörte, wird zudem im Sommer 2011 die Hauptpartien in der Wiederaufnahme "Des Ring des Nibelungen" singen. Geplant sind dann zwei Wagner-Wochenenden, die durch Liederabende und
Diskussionsrunden abgerundet werden.
Erstmals soll es im Mai 2011 ein internationales Tanzfestival in Weimar geben. Kuratorin Estefania Miranda kündigte die niederländische Gruppe Panama Pictures mit dem Stück "Nude"
und das Post Theater New York, Berlin, Tokio mit "Express Fight Club" an. Das Theater hofft noch auf Fördermittel - auch, um einen internationalen Choreographen-Preis initiieren zu
können.
Nachwuchsgewinnung kann für Generalmusikdirektor Stefan Solyom nicht früh genug beginnen. Deshalb will er ab September Babykonzerte für Kinder von 0 bis 12 Monaten und ihre Eltern
anbieten. Über die Wahl des Repertoires schwieg er sich noch aus. Klar ist: Kammermusiker werden dabei viel mit Klang und spielerischen Formen experimentieren. Mitmachen ist erwünscht.
dpa
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