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Schäfer wird vorgeworfen, am Freitag vor einem den Opfern des Konzentrationslagers Buchenwald gewidmeten Konzert vor allem über Flucht und Vertreibung der Deutschen gesprochen zu haben,
ohne auf die Opfer des KZs einzugehen. Er hat sich inzwischen dafür entschuldigt.
Herz sagte, als besonders Besorgnis erregend empfinde er, dass der Vertreter Deutschlands im Stiftungsrat der Gedenkstätte Buchenwald seine die Opfer missachtende Rede damit entschuldige, er
sei kein Spezialist für das KZ Buchenwald. Außerdem stört Herz Schäfers Aussage, er hätte anders geredet, wenn er gewusst hätte, dass Überlebende im Saal sind.
Der Komitee-Präsident stellte die Frage, was es für das Gedächtnis an die NS-Verbrechen und die Opfer bedeute, wenn die letzten Zeitzeugen verstorben sind. Entscheidend sei, ob
dann im Namen des Gedächtnisses an die Opfer des Nationalsozialismus nur noch über deutsche Opfer des Krieges geredet werde.
"Da es in absehbarer Zeit keine Überlebenden der nazistischen Lager mehr geben wird, die gegen den Missbrauch der Erinnerung protestieren können, muss diese Frage zweifelsfrei
beantwortet werden", betonte Herz in dem Schreiben. Herz dankte dem Publikum des Gedenkkonzertes für sein Eingreifen, ebenso dem Oberbürgermeister der Stadt Weimar, Stephan Wolf (SPD),
und dem Ministerpräsidenten von Thüringen, Dieter Althaus (CDU), für Mitgefühl und Unterstützung. Ihn ermutige, dass Althaus seine "Betroffenheit, Wut und Kritik gut
nachvollziehen kann". Dies gebe ihm Hoffnung, dass das alte Vertrauen wieder hergestellt werden könne.
Foto: dpa
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