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Das Eröffnungskonzert mit Musik von Joseph Haydn und Wolfgang Amadeus Mozart gestalten die Wiener Symphoniker unter Fabio Luisi. Im Rahmen des Avantgardeprogramms "Kunst aus der Zeit" folgt
anschließend auf der Werkstattbühne Friedrich Cerhas epischer Orchesterzyklus "Spiegel". Das Festival dauert bis 20. August.
Das populäre "Spiel auf dem See" startet am 20. Juli. Auf der weltgrößten Seebühne wird die Wiederaufnahme von Giuseppe Verdis Oper "Der Troubadour" zu sehen sein. Blickfang
der erfolgreichen Inszenierung von Regisseur Robert Carsen und Bühnenbildner Paul Steinberg aus dem vergangenen Jahr ist eine Ölraffinerie mit spektakulärem Feuerzauber als
Sinnbild von Macht im 21. Jahrhundert. Vergangenes Jahr hatten gut 170 000 Menschen den "Troubadour" gesehen.
Das Jubiläumsprogramm der Bregenzer Festspiele spannt einen Bogen von großer Oper über Kammeroper, Orchesterkonzerte, Operette und Schauspiel bis zu neuer Musik. Im Festspielhaus
werden drei Werke von Claude Debussy zu sehen sein: Die Uraufführung von Debussys rekonstruiertem Opereinakter "Der Untergang des Hauses Usher" nach Edgar Allan Poe sowie die beiden Ballette
"Jeux" und "Prélude à l'après-midi d'un faun".
Die Orchesterkonzerte bieten eine Reise durch die österreichische Musikgeschichte von Wiener Klassik, Romantik und Wiener Schule bis zur Filmmusik. Die Dirigenten Fabio Luisi und Ulf
Schirmer dirigieren unter anderem Musik von Haydn, Franz Schubert und Anton Bruckner.
Die Reihe mit selten gespielten Operetten wird im Bregenzer Kornmarkttheater mit Jacques Offenbachs "Blaubart" fortgesetzt. Ergänzt wird das umfangreiche Programm durch die Sparte "Kunst aus
der Zeit" für zeitgenössische Musik mit mehreren Uraufführungen, einem Gastspiel des Hamburger Thalia Theaters sowie Freiluft-Theateraufführungen auf dem Bregenzer
Martinsplatz.
Ein Jahr nach Ende des Zweiten Weltkriegs fand auf zwei Kieskähnen im Bodensee mit Mozarts Jugendwerk "Bastien und Bastienne" die erste Bregenzer Festwoche statt. Von Beginn an bildeten die
Wiener Symphoniker das Festspielorchester. 1950 erhielten die Festspiele ihr erstes Zuhause. Auf einer auf Holzpiloten stehenden Bühneninsel wurden vor allem Operette und Ballett
aufgeführt.
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