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Das Festival für den Komponisten und Opernreformator Christoph Willibald Gluck (1714-1787) findet vom 16. bis 23. Juli in Nürnberg statt. Unter dem Motto "Gluck, Paris und die Folgen"
geht es um den Einfluss Glucks auf seine Zeitgenossen und Nachfolger, wie Intendant Peter Theiler am Donnerstag erläuterte.
Gluck wurde in Erasbach nahe Nürnberg geboren. Die ersten beiden Festspiele zu seinen Ehren fanden 2005 und 2008 jeweils im Frühjahr statt. Der Sommer sei aber die bessere
Festspielzeit, sagte Theiler. Er hofft darauf, dass Besucher, die zu den am 25. Juli beginnenden Richard-Wagner-Festspielen nach Bayreuth fahren, zuvor Station in Nürnberg und bei Gluck
machen werden. Zum Eröffnungskonzert wird die Mezzosopranistin Anne Sofie von Otter im Opernhaus erwartet.
In die Tiefen der Nürnberger Felsengänge führt das Projekt "orpheus@felsen.gaenge". Wie der trauernde Orpheus in Glucks berühmtester Oper "Orpheus und Eurydike" der toten
Eurydike in den Hades folgt, so steigen auch die Zuschauer hinab in die Unterwelt, wo mit Installationen, Performance und Rezitation die Geschichte der beiden Liebenden erzählt wird. Nach
der Uraufführung in Nürnberg soll das ungewöhnliche Projekt auch an ähnlichen Orten in Neapel und im französischen Bayonne zu erleben sein.
"Orpheus und Eurydike" gibt es aber auch konventionell auf der Opernbühne zu sehen, ebenso Glucks zweites Hauptwerk "Iphigenie auf Tauris" und die Rarität "Andromaque" des
Gluck-Zeitgenossen André- Ernest-Modeste Grétry. Auf dem Programm stehen außerdem die Tanzoper "Schau nicht zurück, Orfeo!" und das Jazzkonzert "Gluck and Friends". Zum
Begleitprogramm der Festspiele, die von Sponsoren finanziert werden, gehören eine Jugendakademie und ein Symposium.
dpa
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