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27.10.2008 |
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Ein ganzer "Ring" für Abu Dhabi?
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Nusseibeh: Werk Richard Wagners passt gut in die arabische Welt
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Abu Dhabi - Das Werk Richard Wagners passt gut in die arabische Welt. Das betonte Zaki Anwar Nusseibeh, Vizepräsident der Kulturabteilung Abu Dhabis und Berater der Regierung, bei einem Podiumsgespräch mit Katharina Wagner.
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Die Substanz und Tiefe seines künstlerischen Schaffens, seine großen Themen wie Liebe und Macht, die Symbiose von Text und Musik, seine Universalität – all dass werde von der
arabischen Welt geschätzt und wohl verstanden. Zumal es durchaus auch viele thematische Ähnlichkeiten gebe zwischen Sindbad, dem Seefahrer, und dem „Fliegenden
Holländer“. Und die großen Themen aus „Tannhäuser“ und „Lohengrin“ durchaus auch Ähnlichkeiten zur arabischen Literatur aufwiesen. Insofern
träume er auch davon, sagte Zaki, den ganzen „Ring“ nach Abu Dhabi zu holen. Um das Verständnis Wagners in der arabischen Welt zu verbessern, brauche es zunächst aber
eine „gute Übersetzung“ der Wagnerschen Werke in die arabische Sprache.
Katharina Wagner betonte, dass Wagner von der Welt des Orients fasziniert gewesen sei – weil sie als eine Art Gegenentwurf zu seiner, der westlichen Welt, zu sehen sei. Im
„Parsifal“ habe Wagner versucht, diese beiden Welten zu fusionieren. Sei selbst empfände es als echte Herausforderung für jeden Regisseur, die Verbindung dieser beiden Welten
in einer Inszenierung wie dem „Parsifal“ auf die Bühne zu bringen. Das würde sie ungleich mehr reizen als selbst in den Vereinigten Arabischen Emiraten zu inszenieren.
Professor Volker Mertens (FU Berlin) sagte, dass Wagner sehr viel über den Orient gelesen habe. Und im „Parsifal“ „am meisten Arabien“ stecke.
gdm
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