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Die Premiere gab es am Donnerstagabend vor 1700 Zuschauern im Bregenzer Festspielhaus. Der polnische Komponist Szymanowski (1882-1937), der sein 1926 in Warschau uraufgeführtes Werk als
"philosophische Oper" bezeichnete, zeigt darin den Normannenkönig Roger II. von Sizilien (1095-1154) als einen Herrscher, der sich zwischen Vernunft und Ekstase entscheiden muss.
Festspielintendant David Pountney selbst hat die selten gespielte Oper inszeniert. Er lässt den Dreiakter auf einer schlichten weißen Treppenflucht (Bühnenbild: Raimund Bauer)
spielen. Am Pult der Wiener Symphoniker steht Sir Mark Elder. Die Titelpartie singt der Texaner Scott Hendricks.
Die 64. Bregenzer Festspiele hatten am Mittwochabend mit einer Neuproduktion von Giuseppe Verdis "Aida" auf der Seebühne begonnen. Eine Opernrarität im Festspielhaus ist traditionell
Bestandteil des Gesamtprogramms, das in diesem Jahr unter dem Motto "Sinn und Sinnlichkeit" mit rund 100 Veranstaltungen aufwartet.
"König Roger" ist insgesamt viermal zu sehen. Außerdem folgen Orchesterkonzerte und Matineen mit weiteren Werken Karol Szymanowskis bis zum 23. August.
dpa
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