|
Die Bregenzer Festspiele ziehen jedes Jahr vor allem mit ihrer spektakulären Seebühne die Aufmerksamkeit auf sich. Nach Angaben der österreichischen Nachrichtenagentur APA sind
bereits 80 Prozent der 192 000 Karten in diesem Jahr verkauft. Das Motto des rund vierwöchigen Kulturfestivals lautet "Sinn und Sinnlichkeit".
Für Opernfans bietet die "Aida"-Inszenierung auf dem Bodensee eine ungewöhnliche Umgebung. Verdi hat die Handlung angesiedelt in Ägypten zur Zeit der Pharaonen. In Bregenz haben
Bühnenbildner Paul Brown und Regisseur Graham Vick unter anderem zwei 15 Meter hohe Füße, die Teile einer zerbrochenen Statue symbolisieren, ins Wasser bauen lassen. Neben dem
"Spiel auf dem See" sind in der österreichischen Stadt bis zum 23. August rund 100 Veranstaltungen geplant. Dazu gehören auch die selten gespielte Oper "König Roger" des Polen
Karol Szymanowski im Festspielhaus sowie Symphoniekonzerte, Schauspiel und Operette.
Die Freiluft-Aufführungen auf der Bühne im See mit 7000 Tribünenplätzen am Ufer bilden aber das Herzstück des alljährlichen Sommerkulturfestivals. Im vergangenen
Jahr fand die Bühne sogar Eingang in den James-Bond-Film "Ein Quantum Trost": Schauspieler Daniel Craig lieferte sich als britischer Geheimagent auf der Seebühne vor der Kulisse eines
riesigen Auges - dem Bühnenbild der Oper "Tosca" - eine Verfolgungsjagd.
dpa
|