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Bildergalerie > Bayreuth
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| "Parsifal"-Neuinszenierung |
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Fotos: von Pölnitz-Eisfeld |
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"Parsifal"-Neuinszenierung - Erster Aufzug1
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| Foto: von Pölnitz-Eisfeld |
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| Bewerten Sie dieses Bild: |
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| #1 |
06.08.2008 - 16:26 Uhr |
| Name: |
heinzeberhard |
| Kommentar: |
Der neue Parsifal war die dümmste und langweiligste, leider auch musikalisch und sängerisch, Inszenierung der letzten 25 Jahre. Der egomanische Pseudointellektualismus eines riesigen Inszenierungsteams führte zu einer völlig neuen = irren Handlung, bei der Wagners Musik zum kaum wahrnehmbaren \"Soundtrack\" verkam. Die Dekadenz und Demutslosigkeit dieser sog. Regisseure, Dramaturgen usw. ist nicht mehr zu ertragen. Wann finden sich endlich wieder Theaterverantwortliche, die die zu zeigenden Werke vor diesem Terror schützen. Dem Parsifal-Desaster folgte die absolute Entstellung des Tristan durch einen offensichtlich Geisteskranken und Fräulein Wagner mit ihren krankhaften Meistersingerphantasien. Die Bayreuthdämmerung ist wohl nicht mehr aufzuhalten!!! |
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| #2 |
08.08.2008 - 11:12 Uhr |
| Name: |
Parsifalfan |
| Kommentar: |
Zum Glück sind Geschmäcker verschieden. Ich fand die Inszenierung toll und finde, dass es das beste und interessanteste ist, was Bayreuth derzeit zu bieten hat. Kostüme und Bühenbild sind ein Traum und endlich passiert etwas auf der Bühne. Das Dirigat ist sensationell und auch die Sänger überzeugen auf höchstem Niveau. |
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| #3 |
11.08.2008 - 12:45 Uhr |
| Name: |
Ben Emanuel Fonti |
| Kommentar: |
Wir sollten uns besinnen, dass Theater inviduell ist und nicht nur eine
einzelne Person befriedigen soll und darf. Mit Parsifal geht der Grüne Hügel neue Wege und das ist auch gut so. Es ist schwer den verwöhnten Sinnen etwas Neues zu bieten und sich im Schwall der Medienfluten zu behaupten. Mein respekt gilt meinen Kollegen den Sängern und allen Mitarbeitern vor und hinter der Bühne.
Vielen Zuschauern ist nicht bewusst, was diese herrliche Musik Richard Wagners einem abverlangt. Das Musiktheater muss neue Wege gehen um auf Dauer bestehen zu können. Trifft auch manche Inzenierung nicht den Nerv eines Einzelnen, so sollte er doch mit Tolleranz das Gedankengut eines Anderen behandeln und nicht in der Luft zerreisen. Der Hügel geht den Weg Richard Wagners weiter, indem sie dem Musikdrama Raum geben sich neu zu erfinden. |
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| #4 |
29.08.2008 - 18:01 Uhr |
| Name: |
michael hacker |
| Kommentar: |
einfach wunderbar |
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| #5 |
02.09.2008 - 18:44 Uhr |
| Name: |
dr. albert lehner |
| Kommentar: |
Aus einem Kartenkontingent habe ich meiner alten Tante Helga (*1920) zwei Plätze für Parsifal besorgt. Sie hat sich so gefreut, daß es in Bayreuth wieder die Fahnen mit dem Hakenkreuz gibt; sie sagte nur: \"So schön wie früher, Danke!\" |
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| #6 |
07.09.2008 - 14:46 Uhr |
| Name: |
Johannes |
| Kommentar: |
Vor dem Hintergrund der Kritiken und der vorab veröffentlichten Fotos war ich im Vorweg zutiefst skeptisch. Was ich dann erlebt habe, war so etwas wie eine wunderbare Offenbarung mit der entsprechenden Emotion. Eine sehr moderne Inszentierung mit klassischen und v.a. romantischen Zitaten, einem wunderschönen Bühnenbild, der sehr ansprechenden Kostümierung, einer wirklich atemberaubenden Bühnen- und Lichttechnik. Was mich nicht minder beeindruck hat, war die gelungene Einbettung des Parsifal in eine Zeitreise durch die deutsche Geschichte seit dem Kaiserreich. Dazu gehören natürlich auch die dunklen S(Z)eiten: der Weltenbrand von 1914-18 und die NS-Herrschaft, beide sehr passend in den 2. Akt eingebettet. Die NS-Insignien bewirken in diesem Kontext nicht etwa so etwas wie Reminiszenz, sie lösen nichts anderes als ein reflexartiges Unwohlsein aus.
Die Verortung des 3. Aktes im ersten Bundestag passt doch auch zur Heilsbotschaft des Osterfestes - \"Wiederauferstanden aus Ruinen\"...
Die sehr einfühlsame musikalische Leitung war Teil des Gesamtkunstwerks und hat zu keinem Zeitpunkt dominiert.
Ich bin zutiefst dankbar, dieses einmalige Erlebnis der Sinne und des Herzens habe erleben zu können und würde - wenn irgend möglich - jeder weiteren Aufführung beiwohnen. Schön, dass ich keine Karten für Schlingensief bekommen habe, denn nun hat es für Herheim geklappt! Ich danke für das großartigste Opernerlebnis, das ich je erlebt habe und - wie ich fürchte - das niemals mehr übertroffen werden kann! |
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| #7 |
10.09.2008 - 21:09 Uhr |
| Name: |
Rüdiger Kalupner |
| Kommentar: |
Parsifals Abgang-statt-Aufstieg und der Verweis auf Bundestag und Bürger als Ersatz für Gral und Gralskönig - das ist für mich die atemberaubende Leistung von Herheims \'Parsifal\'-Inszenierung. Eine Sensation!
Er nimmt damit den aktuell sich vorbereitenden Exodus aus der heute absolutistisch herrschenden Wachstumszwang-Tyrannei (= Klingsors konfliktkämpferisch entstandenes Reich) und den Übergang in die Weltordnung des Schöpferischen (= Vorherrschaft der Konfliktauflöser in einer Friedensordnung = Gralordnung) vorweg. Der Exodus steht als politischer Prozess zur Beendigung der globalen Systemkrise des weltindustriellen Fortschrittsprozess an - ermöglicht durch das System- und Exoduswissen und -handeln eines Menschen. Wie aktuell sind die Zeichen aus den USA. Fällt nicht schon das Zauberreich der Kapitalinteressenherrschaft (= Wachstumszwang-Struktur) in den USA in sich zusammen? Steht nicht Angela Merkel als ORDOliberale (= das ist ein machtsystem-minimierendes Ordnungskonzept) bereit, die globale Exodusstampede von der Erkenntnisspitze her geistig zu lenken und zugestalten?
Herheim hat in diesen nahen Umbruch und die sich abzeichnende Zukunft unserer Kultur geschaut. Das war wohl das allseits Elektrisierende an Herheims \'Parsifal\'. Angela Merkel wußte, warum sie am längsten und euphorischsten applaudierte. Sie fühlte sich beauftragt.
Dieses aktuelle Heilsszenario in Deutschland hat Herheim in Bayreuth am Ende der Zeitreise des \'Parsifal\' durch die deutsche \'Erlösungs\'-Geschichte auf die Bühne gebracht. |
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| #8 |
28.09.2008 - 18:53 Uhr |
| Name: |
Elfriede Koehler |
| Kommentar: |
Mich hat die Parseval - Neuinszenierung sehr beeindruckt. Meine Tochter Sabine und mein Enkel Paul wirkten als Statisten mit was für mich dieses Erlebnis noch kostbarer machten. Danke an Stefan Herheim und allen Verantwortlichen! |
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| #9 |
04.07.2009 - 22:36 Uhr |
| Name: |
Kardelen |
| Kommentar: |
der neue Parsifal ist einfach atemberaubend, er ist nun auch atraktiever für junge leute aber der gundstein von wagner wurde totzdem bewahrt
Stefan Herheim hat sich mal wieder selbst übertroffen =) |
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| #10 |
31.08.2009 - 00:08 Uhr |
| Name: |
klauseberling |
| Kommentar: |
Wenn der Parsifal auch eine Reizüberflutung bieten mag, so ist er eines keinesfalls: Dumm. Die Verquickung der Geschichte der Wagners, Bayreuths und Deutschlands auf bildgewaltigen Ebenen ist einfach wunderbar. Es ist eine der Gegenwart angemessene Inszenierungsform, die in ihrer Reizintensität mit den neuen Medien Kino und Internet konkurrieren kann.
Insofern ist sie weder \"pseudo\" noch \"demutslos\", sondern ebenso revolutionär, wie es Wagner selbst war. Und übrigens: Wagner erschuf das unsichtbare Orchester u.a., um die Musik in den Hintergrund treten zu lassen und das Eintauchen in die Welt der Mythen zu erleichtern, Religion in der Kunst zu leben. |
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