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Die Festspiele wundern sich, dass in der Bausache Probebühne nichts vorangeht, die Stadt weist jede Schuld von sich: „Wir warten auf ein Signal, welche Bauvorhaben in den neuen
Bebauungsplan eingearbeitet werden sollen. Dieses Signal liegt noch nicht vor“, betonte Baureferent Friedrich Taubmann gegenüber dem Kurier. Der Technische Leiter der Festspiele,
Karl-Heinz Matitschka: „Wir haben die überarbeiteten Pläne vor Monaten schon eingereicht – und seither nichts mehr von der Stadt gehört.“
Um den Probenablauf sicherzustellen, wurde deshalb eine früher Produktionshalle angemietet, in der nun geprobt werden kann. Nachtteil: Wegen vieler unterschiedlicher Proben müssen die
Techniker nun täglich bis zu zehn Kilometer zurücklegen, um die erforderlichen Auf- und Abbauten vornehmen zu können.
Überlagert wird dieser Baustreit von einem anderen Problem. Der „Focus“ berichtet unter der (missverständlichen) Überschrift „ Ausbau des Bayreuther
Festspielhauses gestoppt“ von einem Streit, mit dem die Leitung der Festspiele aber nichts zu tun hat. Dabei geht es um ein Vorhaben, das schon im vergangenen Jahr seitens der Gesellschaft
der Freunde von Bayreuth in Auftrag gegeben worden war. Im Rahmen einer Studie sollte untersucht werden, wie man den Grünen Hügel insgesamt umgestalten könnte. Kostenpunkt: Rund 23
Millionen Euro. Diese Pläne waren aber schon im Vorjahr von der Festspielleitung mit dem Hinweis „nicht zu finanzieren“ zurückgewiesen worden. Nun berichtet der Focus, dass
nunmehr ein Streit um Architektenrechnungen in Höhe von 470.000 Euro ausgebrochen sei. Dieser Streit hat aber nicht zu tun mit den Plänen der Festspielleitung für eine
multifunktionale Probebühne (Kosten: sechs Millionen Euro). Allerdings setzt die Festspielleitung – wie in der Vergangenheit – darauf, dass die Bayreuther
Mäzenatenvereinigung diese Probebühne finanziert. Eine entsprechende Zusage liege bereits vor.
gdm
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