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Unter dem Motto "Lust auf Liszt" sind 100 Veranstaltungen geplant. Höhepunkte werden Liszts einzige Oper "Don Sanche", ein Festakt mit seiner Ururenkelin Nike Wagner und ein Festkonzert mit
Dirigent Christian Thielemann sein, wie Projektleiter Nikolaus Richter am Montag in Bayreuth berichtete. "Ohne Franz Liszt wäre Richard Wagner nicht der geworden, der er ist, und ohne Liszt
gäbe es keine Festspiele", würdigte Richter die Bedeutung des großen europäischen Musikers. Liszt war Freund, Förderer und Schwiegervater Richard Wagners.
Der Komponist und Pianist wurde am 22. Oktober 1811 im damals ungarischen Raiding (heute Burgenland) geboren. Mehr als 30 Jahre lang wirkte er in Weimar. Die dortige Musikhochschule ist nach ihm
benannt. Gestorben ist Liszt am 31. Juli 1886 in Bayreuth.
Den Auftakt des Reigens aus Konzerten, Liederabenden, Lesungen, und Ausstellungen bildet am 13. Februar 2011 ein Klavierabend zum Todestag von Richard Wagner. Als weiteren Höhepunkt nannte
Richter einen Liederabend mit Thomas Hampson und Wolfram Rieger. Zudem bemühen sich die Veranstalter um einen Klavierabend mit dem renommierten Pianisten Lang Lang am Vorabend der
Eröffnung der 100. Richard-Wagner-Festspiele.
Auch der Internationale Franz-Liszt-Wettbewerb der Musikhochschule Weimar wird 2013 wieder in Bayreuth starten. In den Geburtstag eingebunden werden auch das Festival Junger Künstler und das
Deutsch-französische Forum junger Kunst.
Die Oper "Don Sanche oder das Schloss der Liebe" wird von Liszts Urururenkel Antoine Wagner-Pasquier inszeniert, dem Sohn von Festspielleiterin Eva Wagner-Pasquier. Dirigent ist Nicolaus Richter,
der auch die Musikschule Bayreuth leitet. "Don Sanche" ist ein selten gespieltes Jugendwerk des Komponisten. Die Rezitative werden von Gerhard Krammer neu komponiert.
Die enge Verbindung mit der Liszt-Stadt Weimar will Richter durch Nike Wagner als Festrednerin dokumentieren. Sie leitet dort das Kunstfest "Pelerinages". Musikalisch umrahmt werden soll der
Festakt durch den ehemaligen Bayreuther "Ring"-Dirigenten Adam Fischer und Auszügen aus Liszt's Oratorium "Christus" mit Chor und Orchester der Liszt-Akademie Budapest.
dpa
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